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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Theater

Żniwa / Die Ernte

02.09.2018 19:00

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Inszenierung des Tanztheaters Poznań

Trailer auf YouTube

Eintritt: 8–15 EUR (Tickets)

Ort: Admiralspalast, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin

Die Aufführung basiert auf Natur und Kultur – zwei Ordnungen, die sich immer wieder abwechseln.
 
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Odysseus' Heimkehr. Sie findet während der Zeit der Ernte statt, einer Zeit, die weltweit von zahlreichen Sitten und heidnischer Zauberei begleitet wird – einer Zeit der Krönung des jährlichen Lebenszyklus der Natur. Das Bild der göttlichen Ordnung symbolisieren vier Ecken des Feldes. Dort pflegte man früher Bibelseiten einzugraben, um eine Verbindung zwischen der Arbeit und dem Evangelium zu bilden und die Felder von bösen Geistern zu befreien. Dadurch sollte die Ernte gut gedeihen.
 
Die erschöpften Erntearbeiter sind sowohl durch Rituale und Sitten als auch durch angeborene und urzeitliche Leidenschaften verbunden. Die Ernte ist ein heidnisches Fest der Sonne und des Mondes, der Fruchtbarkeit und des guten Ertrags, der Anziehung und Abstoßung, der Liebe und des Hasses. Sacrum und Profanum.
 
Penelope entzieht sich ihren Verführern, gleichzeitig lockt sie sie dennoch an. Bei der Heimkehr des Odysseus in die idyllische Welt der Ernte kommt das Gefühl der Rache zu Wort. Auf einmal wird sichtbar, dass nicht nur die Natur selbst wiederkehrend ist. Genauso wiederkehrend sind die Mechanismen der Geschichte und des Krieges, die aufzeigen, dass es eine Welt der Frauen und eine Welt der Männer gibt und die Natur und die Geschichte Frauen und Männer immer wieder aufs Neue in ein Korsett der traditionellen Rollen zwängen.

"Du gehst durch die Welt und gestaltest sie durch deine Taten, schaue dir diese Welt genau an, dann entdeckst du eigenes Verschulden …" (Stanisław Wyspiański)


 
Regie: Igor Gorzkowski
Choreographie: Iwona Pasińska
Musik: Eugeniusz Rudnik
Gesang: Adam Strug
Kostüme: Adriana Cygankiewicz

Die Berliner Aufführung des Tanztheaters Poznań wurde gefördert im Rahmen des Programms „Niepodegła / Die Unabhängige 2017–2021“ aus Mitteln des Polnischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe sowie des Förderprogramms des Adam-Mickiewicz-InstitutsKulturelle Brücken“.

Info: www.facebook.com/Admiralspalast, www.mehr.de/spielstaetten/admiralspalast-berlin/admiralspalast-berlin, ptt-poznan.pl/en/node/78


Foto © A Grabowski