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Polnisches Institut Berlin

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Verschiedenes

20 Jahre später

Die Meinung der Polen über die Vereinigung Deutschlands und die deutsch-polnischen Beziehungen zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit. Eine Studie des Instituts für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau in Zusammenarbeit und dank der finanziellen Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen.

Im Oktober 2010 begeht Deutschland den 20. Jahrestag der Vereinigung beider deutscher Staaten. Die Wiedervereinigung Deutschlands hatte in Polen viele Befürchtungen geweckt. Der Grund dafür waren vor allem die Unsicherheit über den Verlauf der deutsch-polnischen Grenze und ihre Unantastbarkeit sowie die eventuellen Bestrebungen deutscher Vertriebener nach Rückgewinnung alter Besitztümer, die auf dem Gebiet liegen, das heute zu Polen gehört. In einer Studie des CBOS (Zentrum für Meinungsforschung), die im März 1990 durchgeführt wurde, gaben 69% der Befragten an, dass sie sich von Deutschland persönlich bedroht fühlen. 85% waren der Meinung, dass nach der Vereinigung beider deutscher Staaten die Gefährdung Polens steige, und 76% befanden, dass es für die Sicherheit Polens günstiger wäre, würden zwei deutsche Staaten existieren. In den gleichen Befragungen zeigte sich gleichzeitig eine deutliche
Spaltung der polnischen Gesellschaft in Gegner (41%) und Befürworter (41%) der Vereinigung Deutschlands (wobei unter den Befürwortern der Einheit die Gruppe derer dominierte, die sich zwar für die Einheit ausgesprochen hatten, allerdings in ferner Zukunft). Nicht weniger als 78% der Befragten fanden die Redewendung richtig: „Nie wird der Deutsche dem Polen Bruder sein.“ Derartige Bewertungen hingen mit Sicherheit mit der negativen Bewertung der Politik der
damaligen Bundesrepublik Deutschland zusammen (51%).

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Die Autorin:
Agnieszka Łada ist Leiterin des Europa-Programms und Anayitikerin am Institut für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau, Doktor der Politikwissenschaften.

Die vorliegende Publikation ist im Rahmen des Projektes Barometer der deutsch-polnischen Beziehungen 2010 entstanden, das das Institut für Öffentliche Angelegenheiten in Zusammenarbeit und dank der finanziellen Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen und der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Europe for Citizens“ durchgeführt wurde. Für den Inhalt der Publikation zeichnet sich das Institut für Öffentliche Angelegenheiten verantwortlich. Die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur sowie die Europäische Union sind in keiner Weise für die in dieser Publikation geäußerten Ansichten verantwortlich.