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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Ausstellung

Warschauer Aufstand 1944

30.07 - 26.10.2014

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Kanał / Der Kanal
(R: Andrzej Wajda)
am 11.09.2014 mehr

Eroica
(R: Andrzej Munk)
am 18.09.2014 mehr

Ort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin

Eintritt frei

Vom 30. Juli 2014 bis zum 26. Oktober 2014 wird im Zentrum Berlins, in der Niederkirchnerstraße 8, die Ausstellung „Warschauer Aufstand 1944” gezeigt. Die Schirmherrschaft für die Exposition haben die Staatspräsidenten der Republik Polen und der Bundesrepublik Deutschland, Bronisław Komorowski und Joachim Gauck, übernommen, die diese wichtige Ausstellung gemeinsam eröffnen werden.
 
Das  Projekt, das von der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin und dem Museum des Warschauer Aufstands in Warschau aus Anlass des 70. Jahrestages des Beginns des Warschauer Aufstands in Kooperation vorbereitet wurde, ist eine Veranstaltung, wie es sie in der Geschichte der gegenwärtigen deutsch-polnischen Beziehungen noch nicht gegeben hat.
 
Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in Berlin steht auf einem besonderen Gelände: bis 1945 befanden sich dort die Reichsführung-SS und die Zentralen der Gestapo und des SD. Heinrich Himmler hatte dort seinen Sitz, in der Nähe war auch das Reichsluftfahrtministerium Görings angesiedelt. Es war ein Ort, an dem das Schicksal Warschaus und seiner Einwohner besiegelt wurde, als man den Beschluss zur totalen Zerstörung der Hauptstadt eines großen europäischen Staates fasste.
 
„Der Warschauer Aufstand 1944 fiel in die Zeit nach der Landung der Westalliierten in der Normandie und nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, als die Wehrmacht an allen Fronten weit zurückgeworfen wurde und sich die deutsche  Kriegsniederlage endgültig abzeichnete. In diesem Moment brach der Aufstand los und wurde mit den der NS-Führung noch zur Verfügung stehenden Mitteln niedergeschlagen und mit ungeheuerlichen Vergeltungsmaßnahmen bestraft“, sagte Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.
 
In der vom Museum des Warschauer Aufstandes konzipierten und produzierten Ausstellung wird die Geschichte Warschaus nach 1918 präsentiert, das Leben einer pulsierenden Metropole, deren Entwicklung vom Zweiten Weltkrieg brutal unterbrochen wurde. Besonderer Wert wird auf das Phänomen des 63 Tage dauernden Warschauer Aufstands sowie den Preis gelegt, den Warschau und die Polen für ihre Freiheitsliebe zu entrichten hatten. Die Erzählung endet mit Bildern der Wiedergeburt Warschaus nach Jahren totalitärer Unterwerfung: gezeigt wird eine dynamische Stadt, die das ihr aufgezwungene Schicksal überwand und zu einer führenden Metropole in diesem Teil Europas wurde.
 
Die Ausstellung richtet sich vor allem an junge Menschen. In der Exposition finden sich kolorierte Archivfotografien aus Chroniken der Aufstandszeit, Textinformationen, Faksimiles von Dokumenten, aber auch Tonquellen, interaktive und multimediale Elemente. Als Ergänzungen dienen eine interaktive Webseite, die für die Nutzung auf mobilen Geräten ausgelegt ist, sowie ein zweisprachiger, deutsch-englischer Katalog, der in der Topographie des Terrors und im Museum des Warschauer Aufstands erhältlich sein wird.
 
„Aus Anlass dieses wichtigen historischen Jahrestages wollen wir das Phänomen des 63 Tage dauernden Kampfes um die Freiheit und Unabhängigkeit Polens zeigen. Unser Ziel ist es, das geschichtliche Bewusstsein bei Besuchern aus der ganzen Welt zu fördern und ihre – oft rudimentären – Kenntnisse über den Verlauf des Zweiten Weltkrieges zu vertiefen“, sagte Jan Ołdakowski, Direktor des Museums des Warschauer Aufstands.
 
„Die Befehle zur Vergeltung an den Polen kamen ganz wesentlich auch aus den Terrorzentralen von Himmlers SS und Gestapo in der Prinz-Albrecht-Strasse. Die Folge war die nahezu vollständige Zerstörung Warschaus im Spätsommer und Herbst 1944. Das Wissen um diese Verbrechen muss in das Geschichtsbild Deutschlands eingefügt werden. Dazu sollen die Ausstellung und das umfangreiche  Rahmenprogramm aus Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, Filmen und pädagogischen Begleitprogrammen beitragen“, sagte Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.
 
Die Ausstellung auf dem Gelände der Topographie des Terrors wird von einer Reihe von Veranstaltungen – Podiumsdiskussionen unter Teilnahme prominenter Historiker, u. a. von Prof. Norman Davies, Aufführungen von Filmen, u. a. von Andrzej Wajda, Begegnungen mit Zeitzeugen und einem speziellen museumspädagogischen Programm für die Schüler der Berliner Schulen begleitet.
 
Dieses  deutsch-polnische Kooperationsprojekt an einem der wichtigsten Erinnerungsorte in Deutschland stellt  ein bedeutendes Ereignis in den gegenwärtigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern dar.
 
Inhaltlich verantwortlich für die Ausstellung zeichnet das Museum des Warschauer Aufstands, Gastgeber der Präsentation in Berlin und mitverantwortlich für das Begleitprogramm ist die Stiftung Topographie des Terrors.
 
Das Projekt wurde dankenswerterweise unterstützt durch:
 
  • Botschaft der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland
  • Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit; Warschau / Berlin
  • Adam-Mickiewicz-Institut; Warschau
  • Polnisches Institut Berlin
  • Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen
  • Ministerium für Kultur und Nationalerbe der Republik Polen
  • Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft; Berlin
  • Volkswagen AG; Wolfsburg
 
Die Ausstellung dauert bis zum 26. Oktober 2014. Der Eintritt ist frei.
Die begleitenden Veranstaltungen auf dem Gelände des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors beginnen am 26. August und dauern bis zum 23. Oktober 2014.
 
 


Begleitprogramm zur Ausstellung in der Topographie des Terrors
 
Di 26. August | 19 Uhr 
Der Warschauer Aufstand 1944 im Kontext des Zweiten Weltkriegs 
Begrüßung: Prof. Dr. Andreas Nachama 
Vorträge: Prof. Dr. Christoph Kleßmann, Prof. Dr. Andrzej Krzysztof Kunert 
Moderation: Prof. Dr. Igor Kąkolewski   
 
Di 9. September | 19 Uhr 
Die Haltung der West-Alliierten und der Sowjetunion zum Warschauer Aufstand 
Vortrag: Prof. Dr. Norman Davies 
Moderation: Prof. Dr. Christoph Kleßmann   
 
Do 11. September | 19 Uhr 
Kanał – Der Kanal   
Polen 1957; Regie: Andrzej Wajda; 91 Min. (OmU) 
Präsentation des Films und Diskussion mit Dr. Magdalena Saryusz-Wolska  
Mitveranstalter: Polnisches Institut Berlin  
 
Do 18. September | 19 Uhr 
Eroica – Eroica Polen 44  
Polen 1958; Regie: Andrzej Munk; 78 Min. (OmU) 
Präsentation des Films und Diskussion mit Andreas Mix  
Mitveranstalter: Polnisches Institut Berlin  
 
Di 23. September | 19 Uhr 
Das Schicksal von Warschauer Aufständischen in NS-Konzentrations- und Kriegsgefangenenlagern 
Vorträge: Dr. Rolf Keller, Dr. Piotr Cywiński  
Moderation:  Prof. Dr. habil. Krzysztof Miszczak
 
Do 9. Oktober | 19 Uhr 
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Władysław Bartoszewski (geb. 1922) im Gespräch mit Basil Kerski 
Für diese Veranstaltung bitten wir um Anmeldung unter Telefon 030 254509-0 
oder veranstaltungen@topographie.de  
 
Do 16. Oktober | 19 Uhr 
Prof. Dr. habil. Leszek Żukowski (geb. 1929) im Gespräch mit Prof. Dr. Wolfgang Benz
Für diese Veranstaltung bitten wir um Anmeldung unter Telefon 030 254509-0 
oder veranstaltungen@topographie.de  
 
Do 23. Oktober  | 19 Uhr 
Freiheitskampf und die Identität der Polen –  Wahrnehmung und Erinnerung an den Warschauer Aufstand in Polen und Deutschland 
Grußwort: Dr. Jerzy Margański 
Podiumsdiskussion: Prof. Dr. Marek A. Cichocki, Prof. Dr. Christoph Kleßmann,  Prof. Dr. Jan Rydel 
Moderation: Dr. Paweł Ukielski   
 
Veranstaltungsort: Topographie des Terrors, Auditorium 
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
 
Für die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen wird eine Simultanübersetzung angeboten; gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ). Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Änderungen des Veranstaltungsprogramms sind möglich. 
 



 

Weitere Informationen:
www.1944.pl
www.topographie.de


 
                       


                                    



                          

 

 
Abb: Standbild aus dem Film "Warschauer Aufstand", Produktion: Museum des Warschauer Aufstands © 2014