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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Ausstellung

Design it. In Silesia.

05.12.2014 - 06.02.2015

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Schlesisches Design – gestern, heute und morgen

Vernissage:
04.12.2014

Ausstellungsdauer:

05.12.14-06.02.15

 
Ort: Polnisches Institut Berlin
Burgstraße 27
10178 Berlin

Es fällt überaus schwer, das heutige Schlesische Design zu definieren – es entwickelt sich sehr dynamisch und ist von zahlreichen Einflüssen und Inspirationen aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur und Handwerk geprägt. Traditionen treffen auf die Moderne. Aber eines verbindet alle neuen Produkte: Der traditionell schlesische Pragmatismus. Alle sind funktional und nützlich. Die Ausstellung präsentiert Erstlingsentwürfe, die sich durch innovative Ansätze und einen ausgeprägten Stil auszeichnen. Die Designer stammen überwiegend aus Schlesien, sind aber häufig außerhalb dieser Region tätig. Ihre Arbeiten tragen trotzdem stets „schlesische Qualitätsmerkmale“.
 
Die Ausstellung „Design it. In Silesia.“ fokussiert sich auf einen Ausschnitt des Gesamtphänomens des Schlesischen Designs. Die Auswahl umfasst 5 Designer aus Schlesien, deren Entwürfe eine individuelle Vision und eine originelle Herangehensweise an das Thema kennzeichnen. Ein weiterer Aspekt ist die Funktionalität der Produkte in Verbindung mit einem gewissen Maß an Verrücktheit. Die Designbeispiele vereinen den für Schlesien typischen Pragmatismus mit einer besonderen Art der Phantasie und einer Rückbesinnung auf Traditionen als Ausgangspunkt für neue Designansätze. Schlesisches Design steht weltweiten Designströmungen im nichts nach. Es unterscheidet sich jedoch durch interessante Materialanwendungen (KOSAK), besondere Formen (KAFTI), Minimalismus und Fortschrittlichkeit (CODE DESIGN), Ideenreichtum (LATKO/SMOLARCZYK) sowie innovative Lösungen (SOKKA). Im Mittelpunkt stehen starke Marken deren Entwürfe als Aushängeschild ihrer Region gelten und auf höchstem Niveau verwirklicht werden.
 
In der Ausstellung ist darüber hinaus die Publikation Ikony Designu w Województwie Śląskim (Designikonen aus der Wojewodschaft Schlesien) von Prof. Irma Kozina zu sehen, die als einzige einen Versuch unternahm, die Geschichte des Schlesischen Design zu beschreiben. Das Buch ist ein umfangreiches Nachschlagewerk über das schlesische Design.
 
Ebenfalls zu sehen sind einige interessante Objekte und Produkte, die sich völlig unkonventionell mit schlesischen Traditionen auseinandersetzen: SADZA SOAP von Marta Frank (Seife in Kohlenform), PALEC ŚLONSKI nach Entwürfen von Marta Szafraniec (SAFFA) oder ein Entsafter in Form einer Untertasse von IDE. Zwar sind die Objekte nicht Teil der Ausstellung, sollen aber das Projekt bewerben und verdeutlichen, welche praktischen Anwendungen im Alltag möglich sind.
 
Nicht ohne Grund wurde der 4. Dezember als Datum der Vernissage gewählt. Der Barbaratag und das Bergmannsfest werden in Schlesien an diesem Tag weiterhin feierlich begangen und symbolisieren die Schwerindustrie, die diese Region jahrelang prägte. Heutzutage suchen sowohl die Stadt Katowice, wie auch die umliegenden Ortschaften nach neuen Wegen und neuer Identität. Seit 2009, als sich die Stadt Katowice um den Titel Kulturhauptstadt Europas bewarb, ist die Kultur ein wichtiger Bestandteil der Werbestrategie der Stadt. Einerseits gibt es die langjährige Tradition des Schlesischen Porzellans, dessen Geschichte bis ins Jahr 1922 zurückreicht und derzeit von der Stiftung Giesche im Rahmen des Schlesischen Porzellan-Parks fortgesetzt wird, andererseits gibt es eine überaus dynamisch wachsende Kreativbranche mit vielen jungen, innovativen Designstudios. Design it! In Silesia! soll verdeutlichen, wie das Design als funktionales Werkzeug unseren Alltag begleitet. Schlesisches Design ist ein Konglomerat von Inspirationen und – was besonders wichtig ist – eine Fundgrube individueller Visionen.
 
Kurator: Adrian Chorębała
 
Ausstellungsarrangement und visuelle Gestaltung: Katarzyna Furgalińska, Dorota Żurek, Łukasz Smolarczyk, Supergut Studio
 
Projektkoordination: Michał Kubieniec, Dominik Tokarski / Geszeft
 

 
Rahmenprogramm:
 
10.12.2014, Mittwoch, 18:00 Uhr
Wenn aus Kunst Kohle wird (mehr)

Über die Förderung der Kultur und Kreativindustrie als wesentlichen Faktor wirtschaftlichen Wachstums am Beispiel Nordrhein-Westfalens und Schlesiens sprechen: Dr. Angelica Schwall-Düren (Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen), Katarzyna Kacperczyk (Unterstaatssekretärin für außereuropäische Politik und öffentliche und Wirtschaftsdiplomatie, Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen), Ewa Gołębiowska (Mitbegründerin und Direktorin des Design- und Innovationszentrums Zamek Cieszyn) sowie Werner Lippert (Clustermanager CREATIVE.NRW). Moderation: Erhard Scherfer (ARD-Hauptstadtstudio)
 
Ort: Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin






             



               
 
Foto: Stuhl-Prototyp von Latko+Smolarczyk