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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Film

Po-lin. Spuren der Erinnerung

21.08.2017 21:00

../img/wydarzenia/2014-11-05 FILM Po-Lin GOT - Pinsk 1903_320.jpg
Polnisches Kino über den Dächern Berlins

Dok, R: Jolanta Dylewska PL/D 2008,
82 min, OmdU

Eintritt: frei, begrenzte Platzzahl!

Ort: Dachterasse, Polnisches Institut, Burgstr. 27, 10178 Berlin

(bei schlechtem Wetter im Konferenzsaal des Polnischen
Instituts, 1. OG)

Das Polnische Institut Berlin lädt herzlich zu Filmscreenings am 1. und am 21. August um 21:00 Uhr auf das Dach des Instituts ein. Mit dem Blick auf die historischen Dächer Berlins zeigen wir zwei filmische Werke, die zentrale historische Phasen in der polnischen Geschichte beleuchten.
 
Am Dienstag, den 1. August, dem Jahrestag des Ausbruchs des Warschauer Aufstands, zeigen wir "Powstanie Warszawskie" (2014), einen vom Museum des Warschauer Aufstands produzierten fabularisierten Dokumentarfilm, der aus der Perspektive eines US-amerikanischen Piloten erzählt, welcher während der Kämpfe auf zwei junge Reporter trifft. Der Regisseur Jan Komasa hatte die Idee für diesen außergewöhnlichen Film, der auf sechsstündigen Originalaufnahmen des im August 1944 begonnenen Warschauer Aufstands basiert, die neu montiert, koloriert und vertont wurden. Die Dialoge stammen von Joanna Pawluśkiewicz, Michał Sufin und Władysław Pasikowski.
 
Am Montag, dem 21. August, zeigen wir "Po-lin. Spuren der Erinnerung" (2008), einen Dokumentarfilm der polnischen Regisseurin Jolanta Dylewska, die Amateuraufnahmen aus jüdisch-polnischen Dörfern der 20er- und 30er-Jahre zu einem authentischen Blick auf die jüdische Kultur in Polen verbindet. "Po-Lin" ist hebräisch für "wir bleiben hier" – ein Ausdruck der Zugehörigkeit für jüdische Polen.
 
Beide Filme werden mit deutschen Untertiteln gezeigt.

***

Die polnischen Schtetl in den 1930er-Jahren des 20. Jahrhunderts – das war eine andere Welt. Polen und Juden lebten Seite an Seite, das gemeinsame Leben war Normalität. Geblieben sind davon nach dem Krieg nur verstreute Ruinen, Erinnerungen, Lieder und Fotos. Doch durch akribische Recherche gelang es Jolanta Dylewska, das Leben in den polnisch-jüdischen Kleinstädten wieder zum Leben zu erwecken. Sie sammelte Amateuraufnahmen, verband sie mit authentischen Texten und schaffte so etwas, was jahrzehntelang für unmöglich gehalten wurde: Die starr gewordenen Bilder der Erinnerung lernten wieder laufen.

Der Film "Po-lin. Okruchy pamięci / Spuren der Erinnerung" dokumentiert, wie die galizischen Juden in der Zwischenzeit lebten, wie sie arbeiteten, feierten und beteten. Damit gelang Dylewska in wunderbar eingehendes Portrait einer Kultur, die bald danach ausgelöscht wurde.

Info: absolutmedien.de/film/4039/Po-lin+-+Spuren+der+Erinnerung