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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Theater

Raum-Ballett

27-30.11.2017

../img/wydarzenia/2017-11-27 THEATER Raum-Ballett - Logobild_320.jpg
Performance von Iza Rutkowska

im Rahmen der Ausstellung "Die Nähe der geraden Linie. Performativität der Avantgarde"

Anmeldung zur Teilnahme bis zum 18. November unter iza@izarutkowska.com

Veranstaltung auf Facebook

Ort: verschiedene Orte in Berlin

Vom herausragenden Repräsentanten des Bauhauses Oskar Schlemmers inspirierte Akteure übernehmen den Stadtraum Berlins. Polen, Deutsche und jeder, der daran teilnehmen möchte, führen gemeinsam ein Tanzspiel auf.
 
Die Raum-Forscher, eine interdisziplinäre, internationale Gruppe von Tänzern, Architekten und Anthropologen, schlüpfen in die Rolle von Performern. Die Grupppe, derer geometrische Kostüme speziell von der Künstlerin Iza Rutkowska angefertigt wurden, wird einen Tanz an historisch für die Stadtentwicklung bedeutenden Orten durch die Bürger ausführen - für die Verwischung der Grenzen und für das Erbauen von Orten, die eine Kommunikation von Mensch zu Mensch erlauben.
 
Begleitet werden die Ereignisse vom 27. bis 30. November in wichtigen, symbolischen, lebhaften Ecken Berlins durch die Musik Igor Nikiforows - einer Sammlung von märchenhaft intensivierten Stadtgeräuschen.
 
Die menschlichen Figuren werden für die Passanten und Beobachter zum Material. Diese können neue Formen und Gestalten schaffen - sie können beispielsweise aus den Menschen Stadtmöbel erschaffen, Elemente einer Straßenausrüstung, alles was im gegebenen Moment zur Untersuchung des Ortes unentbehrlich oder interessant erscheint.
 
Diese Art der performative Aktion ist typisch für die Arbeitsweise von Iza Rutkowska, die bei der Arbeit oft abstrakte Kostüme und Objekte benutzt, um die Beteiligten aus ihrer Alltäglichkeit zu reißen und ihnen Zugang zu etwas Neuem zu verschaffen. So können Beziehungen aufgebaut werden, welche die Menschen stärken und sie dazu ermutigen, ihre Bedürfnisse zu äußern. Die Aktionen der Künstlerin gehen oft in einen lang anhaltenden Prozess über, der in Zusammenarbeit mit interdisziplinären Gruppen von Soziologen und Architekten entsteht. Die Essenz der Projekte von Iza Rutkowska liegt nicht allein im Objekt, sondern in der aufgebauten Beziehung zu anderen Personen, welche eine nachhaltige Veränderung der Denkweise, der Lebensweise oder auch des gewählten Raumes ermöglicht.
 


Iza Rutkowska ist Künstlerin und Kulturmanagerin. Sie gründete die Stiftung für Form und Gestalt und darüber hinaus, gemeinsam mit Paweł Jaworski, die Schule für praktisches Lernen. Außerdem drehte sie den Film "Podwórko im. Wszystkich Mieszkańców" (Hinterhof aller Einwohner). Sie arbeitet mit Stadtverwaltungen, diversen NGOs, Kulturhäusern und mit Kunstinstitutionen in Polen und im Ausland zusammen. Sie realisierte Projekte unter anderem in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Kunstgalerie, dem Zentrum für Zeitgenössischen Kunst im Ujazdowski-Schloss, der Staatsgalerie in Jakar (Bhutan) und dem Museum für Zeitgenössische Kunst in Bologna. Ihre Arbeit im Grenzgebiet zwischen Architektur, Design und Performance konzentriert sich auf die Übertragung von neuen Formen und Gestalten des öffentlichen Raumes. Dabei werden Menschen aus verschiedenen Kontexten und jeden Alters miteinbezogen. Die Projekte sind manchmal vergänglich, oft verwandeln sie sich aber auch in einen langen Prozess der lokalen Identitätsfindung.



Finanziert vom Ministerium für Kultur und Nationalerbe der Republik Polen als Teil des mehrjährigen Programms NIEPODLEGŁA 2017-2021. Das Projekt wird mitorganisiert vom Adam-Mickiewicz-Institut unter der Marke Culture.pl im Rahmen des Programms "Polska 100" anlässlich des 100. Jubiläums der Widererlangung von Polens Unabhängigkeit.

Das Stück hatte seine Premiere im Oktober 2017 in Warschau im Rahmen des Programms "Do zobaczenia za rok w Zodiaku" (Auf Wiedersehen in einem Jahr im Zodiak) des Verbands polnischer Architekten (SARP).

Info: www.izarutkowska.comjerzigor.bandcamp.com