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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Diskussion

Fokus: Architektur

07.11.2018 19:00

../img/wydarzenia/2018-11-07 DIALOG Fokus Architektur - ul. Grabiszyńska, Wrocław (Biuro Projektów Lewicki Łatak)_320.jpg
Auftakt der Gesprächsreihe

mit Piotr Lewicki und Kazimierz Łatak (Gründer von „Biuro Projektów Lewicki Łatak“ in Kraków)

auf Polnisch und Deutsch

Moderation: Thibaut de Ruyter

Veranstaltung auf Facebook

Eintritt: frei

Ort: Polnisches Institut, Burgstr. 27, 10178 Berlin

Architektur kann die Räume ordnen, in denen wir leben, in Dialog mit der Gesellschaft treten, für die sie geschaffen ist, aber auch die Lebensweise bestimmen oder zum Kontrollinstrument der uns umgebenden Wirklichkeit werden. Genau diesem, dem Menschen so nahe stehenden Schaffensbereich wollen wir die Gesprächsreihe „Fokus: Architektur“ mit polnischen Architektinnen und Architekten widmen. Sie wird sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Wandlungen es im Laufe der letzten Jahrzehnte in der architektonischen Landschaft Polens gegeben hat.
 
Die Gespräche mit Architektinnen und Architekten können dazu beitragen, Antworten auf bestimmte Fragen zu finden, was die heutige polnische Architektur ausmacht, welche Rückschlüsse der öffentliche Raum über den modernen Polen und die moderne Polin zulässt und wie mittels Architektur und urbaner Planung die Lebensbedingungen der Bewohner polnischer Städte und Dörfer verbessert werden können.
 

Fußgänger- und Fahhradbrücke in Kraków (Entwurf)
 
Das Unternehmen Biuro Projektów Lewicki Łatak wurde 1995 von den Architekten Kazimierz Łatak (geb. 1962) und Piotr Lewicki (geb. 1966) gegründet. Auf ihr Konto gehen zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a. für die Gestaltung des Platzes der Ghettohelden und des Fürst-Czartoryski-Platzes in Kraków sowie ihr stadtarchitektonisches Konzept für die Musikakademie „Feliks Nowowiejski“ in Bydgoszcz). Die Umgestaltung des Platzes der Ghettohelden wurde mit dem prestigeträchtigen European Prize for Urban Public Space (Barcelona, 2006) sowie dem Urban Quality Award (Frankfurt am Main, 2011) ausgezeichnet, während der Wohnkomplex „Corte Verona“ in Wrocław u.a. den Grand Prix des Wettbewerbs „Piękny Wrocław“ für die beste Realisierung 2010 und den Award of the Year 2010des polnischen Architektenverbandes SARP erhielt. Der Luft- und Raumfahrttunnel „Flyspot“ in Mory in der Nähe von Warschau gewann 2015 den Hauptpreis beim Polish Cement in Architecture Award in Warschau. Piotr Lewicki und Kazimierz Łatak arbeiteten von 1992 bis 1999 an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Kraków. Zwischen 2003 und 2009 leiteten sie ein Atelier an der Fakultät für Architektur und Kunst der Krakauer Frycz-Modrzewski-Akademie. Gegenwärtig arbeiten sie an einigen Mehrfamilienhauskomplexen in Kraków, an den Gebäuden einer Sternwarte in Niepołomice sowie eines Hotels in Katowice und sind außerdem am Umbau des Palastes und des Fürst-Czatoryski-Museums in Kraków beteiligt. Sie sind Preisträger des Krakauer SARP-Preises 2004, mit dem ihr architektonisches Werk geehrt wurde. Weiterhin erhielten sie den Preis des Ministers für Kultur und Nationales Erbe im Jahr 2018 und des Ehrenpreises SARP 2018. Piotr Lewicki und Kazimierz Łatak arbeiten seit 1988 unterbrochen zusammen.


Behindertensporthalle in Kraków

Thibaut de Ruyter wurde 1972 in Frankreich geboren und lebt seit 2001 in Berlin. Er ist Architekt, Kurator und Kritiker. Er schreibt regelmäßig für die Zeitschriften „Artpress“ und „Fucking Good Art“ sowie „Il Giornale dell‘Architettura“ und „L‘Architecture d‘Aujourd‘hui“. Thibaut kuratierte unter anderem die Ausstellungen „Wach sind nur die Geister“ (HMKV, Dortmund, 2009 & CoCA, Torun, 2010), „Nam June Paik Award 2010“ (Museum Kunstpalast, Düsseldorf, 2010) & „Nam June Paik Award 2012“ (Kunstmuseum, Bochum, 2012), „Ghosts off the Shelf“ (Kunstraum Kreuzberg / Bethanien – CTM-Festival, Berlin, 2012), „The Empty House“ und „Richard Meier - Ein Stilraum“  (Museum Angewandte Kunst, Frankfurt/Main, 2013 & 2015), „(Art) Upside Down“ (Aluan, Almaty, 2015), „A Song for Europe“ (Victoria and Albert Museum, London, 2017) sowie die Wanderausstellung „Die Grenze“ für das Goethe-Institut in Osteuropa und Zentralasien (2016-2018). Zu Thibaut de Ruyters jüngsten Projekten gehören das Kuratieren der Ausstellung „&“ (Muzeum Sztuki, Łódź, 2017) und die Leitung einer Masterclass im Rahmen des Projektes „exercising modernity“ (Gdynia, 2018).



Info: www.lewicki-latak.com.pl
 
kleine Fotos: Wohnhaus in der Grabiszyn-Straße in Wrocław / Flyspot-Tunnel in Mory bei Warschau
Fotos © Biuro Projektów Lewicki Łatak