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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Film

13. Dezember 1981: Kriegsrecht in Polen

13.12.2018 10:00 - 18:00

../img/wydarzenia/2018-12-13 Kriegsrecht - Panzer in Zbaszyn (Wikipedia)_320.jpg
Video-Installation im Galerie-Schaufenster

Eintritt: frei
 
Ort: Galerie des Polnischen Instituts, Burgstr. 27, 10178 Berlin

Am 13. Dezember 1981 verkündete der Premierminister der damaligen Volksrepublik Polen, Wojciech Jaruzelski, in einer Radio- und Fernsehansprache, dass er in ganz Polen das Kriegsrecht verhängt habe. Das kommunistische Regime versuchte auf diese Weise, die freie unabhängige Gewerkschaft „Solidarność“ und die um sie herum gruppierten oppositionellen Kräfte zu zerschlagen. Noch vor Mitternacht begannen die kommunistischen Behörden Polens, Oppositionelle und Solidarność-Aktivisten festzunehmen.

 
Innerhalb weniger Tage wurden etwa 5.000 Menschen in 49 Internierungslagern untergebracht. Zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr wurde eine Ausgangssperre eingeführt und es war nur noch mit polizeilicher Genehmigung möglich, seinen Wohnort zu verlassen. Private Korrespondenzen wurden offiziell zensiert und Telefone abgeschaltet. Die meisten großen Institutionen wurden militarisiert und unter die Kontrolle von Militärkommissaren gestellt.


 
Das Kriegsrecht in Polen wurde erst am 22. Juli 1983 endgültig aufgehoben. Die genaue Zahl der Personen, die durch das Kriegsrecht ums Leben kamen, ist nicht bekannt, mindestens handelt es sich aber um 40 Personen. Viel höher ist die Zahl jener, die durch Verfolgungen, Verhöre oder bei Demonstrationen auf der Straße gesundheitliche Schäden erlitten.

Die Video-Installation zeigt in Ausschnitten Filmaufnahmen von Protestaktionen während des Kriegszustands. Das Filmmaterial stammt aus der ständigen Ausstellung des Europäischen Solidarność-Zentrums in Gdańsk.

 
Fotos © Wikipedia