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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Ausstellung

Witkacy. Ein genialer Hooligan

21.02 - 29.03.2019

../img/wydarzenia/2019-02-21 AUSSTELLUNG Witkacy - Foto - Gefährlicher Bandit, 1931 (Tatra-Museum in Zakopane)_320.jpg
Vernissage: 21.02.2019 / 19:00

Eintritt: frei
 
Ort: Galerie des Polnischen Instituts, Burgstr. 27, 10178 Berlin

In den Achtzigerjahren des 18. Jahrhunderts schießen in Polen die Genies wie Pilze aus dem Boden. 1882 wird Karol Szymanowski geboren, zwei Jahre später der Maler Leon Chwistek und der Anthropologe Bronisław Malinowski. 1885 schließlich kommt Stanisław Ignacy Witkiewicz, kurz „Witkacy“ genannt, zur Welt.
 
Witkacy war zweifellos ein kreatives Universalgenie, ebenso wie Władysław Strzemiński und Leon Chwistek oder nach dem Zweiten Weltkrieg Tadeusz Kantor. Er war Maler, Fotograf, Schriftsteller, Philosoph und Performer. Auch das Leben selbst war für ihn künstlerisches Material.
 
Witkacy quälte sich und andere – vor allem die Frauen, von denen er zeit seines Lebens abhängig war. Die künstlerische Vielfalt in Witkacys Schaffen resultierte aus der Unmöglichkeit, in einer einzigen Form alle Aspekte seiner Persönlichkeit artikulieren und zur Ruhe kommen zu können.
 
Witkacy war ein kompromissloser Provokateur und ein ostentativer Egoist. Er hasste beschönigende Masken und riss sich selbst die ab, die niemand sah. 1939 wurde Witkacy ein Opfer der Geschichte: Als nach der Wehrmacht auch die Rote Armee in Polen einmarschierte, nahm er sich am 18. September das Leben.


Witkacy: Nena Stachurska (1930) © Tatra-Museum Zakopane
 

 
Kuratorinen:  Maria Anna Potocka und Delfina Jałowik (Museum für zeitgenössische Kunst MOCAK in Kraków)
 
Veranstalter und Partner: Polnisches Institut Berlin, Polnisches Institut Düsseldorf, Tatra-Museum Zakopane und Museum für zeitgenössische Kunst MOCAK in Kraków


Ansicht der Ausstellung © Hanne Brandt / Polnisches Institut Düsseldorf
 
Witkacy: "Gefährlicher Bandit" (ca. 1930) © Tatra-Museum Zakopane