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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Diskussion

Doppelmuseum – gemeinsam lernen und erinnern

13.09.2019 19:00

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Chancen und Herausforderungen eines binationalen  Museums für deutsch-polnische Beziehungen

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Plakat als PDF (160 KB)

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Eintritt: frei bei Anmeldung unter veranstaltung@linksfraktion.de

Einlass: 18:30 Uhr

Ort: Polnisches Institut, Burgstr. 27, 10178 Berlin

Podiumsdiskussion mit:
Brigitte Freihold (MdB, erinnerungspolitische Expertin der Linksfraktion und Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags),
Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt (Historiker und Professor für Holocaust-Studien am Touro College Berlin),
Dr. Justyna Schulz (Direktorin des Westinstituts / Instytut Zachodni Poznań),
Manuel Sarrazin (MdB, Sprecher für Osteuropapolitik von Bündnis 90/Die Grünen, Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe) und
Dr. Wolfram Meyer zu Uptrup (stv. Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V.)
 
Moderation: Dr. sc. pol. Kai-Olaf Lang (Stiftung Wissenschaft und Politik)
 
Mit dem Überfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Im Zuge der NS-deutschen Vernichtungspolitik wurden fast sechs Millionen polnische Staatsbürger/innen, darunter mehr als drei Millionen polnische Jüdinnen und Juden, Tausende Sinti und Roma sowie andere Minderheiten ermordet.
 
Mit dem „Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“ vom 17. Juni 1991 haben sich Deutschland und Polen verpflichtet, die Entwicklung zwischenmenschlicher Kontakte und den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern zu intensivieren. Beides sind grundlegende Voraussetzungen für die Versöhnung zwischen unseren Gesellschaften und den Frieden in Europa. 
 
Junge Menschen in der Bundesrepublik Deutschland haben jedoch nur unzureichende Kenntnisse über die vielfältigen deutsch-polnischen Beziehungen und ihre Geschichte. Die Förderung eines Bewusstseins für den jahrhundertelangen Austausch mit unserem Nachbarland und die daraus resultierende wechselseitige kulturell-historische Beeinflussung mit vielfach tragischen, aber auch fruchtbaren Folgen findet in Deutschland bislang kaum gebührende Beachtung. Gleiches gilt für die Anerkennung der bis heute andauernden gesellschaftlichen Nachwirkungen belastender Erfahrungen der Vergangenheit, die oft mit der Weitergabe von Traumata an nachkommende Generationen verbunden sind.
 
Kulturelle Bildung ist daher essentiell, um Wissenslücken zu schließen und gegenseitiges Interesse zu wecken. Dabei muss fundiertes Wissen mit historischer Vermittlung, kulturellem Austausch und Gedenken verbunden werden. So werden Räume für interdisziplinäre Kooperationen geschaffen, mit denen eine vertrauensvolle deutsch-polnische Nachbarschaft befördert werden kann. Der polnische Beitrag zur deutschen Geschichte sowie umgekehrt die Bedeutung der deutschen Nachbarschaft für Polen müssen erfahrbar gemacht werden. Gleichzeitig können auch aktuelle Narrative und Debatten in beiden Gesellschaften aufgegriffen und thematisiert werden, um Austausch, Begegnung, Erinnerung, Gedenken und Bildung in beiden Ländern und vor allem gemeinsam zu ermöglichen. Kann ein binationales Museum mit Standorten in Deutschland und Polen bei dieser komplexen Aufgabe helfen? 
 
Veranstalter: Polnisches Institut Berlin in Kooperation mit der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Info: www.linksfraktion.de/termine/detail/deutsch-polnisches-museum-gemeinsam-lernen-und-erinnern



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