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Polnisches Institut Berlin

Es begann in Gdańsk

Film

#kinoPOLSKA

23.03 - 30.04.2020

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Absolventen der Filmhochschule Łódź und ihre frühen Werke

So lange das Coronavirus alle Veranstaltungen verhindert, versorgen wir euch hier digital jede Woche mit einem filmischen Einblick in die wunderbare Geschichte des polnischen Kinos.

Der Anfang ist immer voller Hoffnung. Nicht nur für die Eltern, sondern auch für die Kinder. Die Ernüchterung kommt im Leben früh genug, aber sie muss nicht zwingend mit dem Bildungssystem zu tun haben. Einige der filmischen Bildungsstätten in Polen haben sogar Kultstatus erworben. Eine von ihnen ist die Staatliche Hochschule für Film, Fernsehen und Theater „Leon Schiller“ in Łódź, abgekürzt PWSFTviT. Wir wollen in der Reihe #kinoPOLSKA an die ersten Schritte einiger ihrer Absolventen erinnern.

I / Marek Piwowski
II / Krzysztof Kieślowski
 


I / Marek Piwowski

Wir beginnen mit zwei Kurzfilmen aus der Studienzeit und einem unvergesslichen Langfilm. Gast der ersten Folge von #kinoPOLSKA ist Marek Piwowski, das "unartige Kind" des polnischen Kinos. In seinem ersten Kurzfilm verwandelte er die Filmschule in ein absurdes Western-Städtchen (als Referenz an den kürzlich verstorben Hollywood-Kinohelden Kirk Douglas) und im zweiten in eine Spelunke oder Obdachlosenkantine. Was ihm beinahe die Exmatrikulation einbrachte. Der dritte Film „Rejs / Die Dampferfahrt“ verstaubte mehre Jahre in Regalen, wohin er durch die Staatszensur verbannt wurde. Film ab!


Marek Piwowski: Kirk Douglas (1966), vollständiger Film auf Ninateka.pl
 

Marek Piwowski: Muchotłuk (1966), vollständiger Film auf Ninateka.pl


Marek Piwowski: Rejs / Cruise (1970, engl. UT)
 


 
So lange das Coronavirus alle Veranstaltungen verhindert, versorgen wir euch digital jede Woche mit einem filmischen Einblick in die Geschichte des polnischen Kinos.
 
Krzysztof Kieślowski (1941–1996) gelang es, in der letzen Dekade des 20. Jahrhunderts den Blick der Welt- und Kino-Öffentlichkeit auf Polen zu lenken. Seine frühen Dokumentarfilme waren in ihrer Rohheit ein außergewöhnlicher Einblick in den Alltag des real existierenden Sozialismus der Volksrepublik Polen. Das beste Beispiel hierfür – und heute immer noch aktuell – ist „Szpital / Das Krankenhaus“.
 
Im Zentrum Kieślowskis filmischer Fragestellungen standen die Moral und sowie die Frage nach ihrer Funktion als Handlungsprinzip – nach dem, was je nach Perspektive richtig und was falsch ist, nach der conditio humana. Kieślowskis kinematografische Kathedrale war eine Religion ohne Gott und Kirche; seine Interpretation des Dekalogs ist immer noch aktuell. Kieślowskis vielleicht bedeutendstes Werk „Amator / Der Filmamateur“ ist ein tiefer und ausdifferenzierter Einblick in die Welt des Sozialismus und zugleich eine eindringliche Hinterfragung der manipulativen Kraft der Medien.
 
Ein Interview mit dem Ausnahmekünstler zeigt den scharfen Geist des Mannes, dessen Kino  den Alltag in seiner ganzen Nacktheit berührte. Film ab!


Kryzsytof Kieślowski: Szpital / Das Krankenhaus (1977, engl. UT)

Krzysztof Kieślowski: Amator / Der Filmamateur (1979, engl. UT)


Interview mit Krzysztof Kieślowski (1994, engl. UT)